Kennen die Mitarbeiter in Holzbaubetrieben und Zimmereien die Gefahr bei der Arbeit, können sie Unfälle verhindern. Um dieses Wissen zu vermitteln, hat die Suva eine umfassende Unfallanalyse dieser Branche durchgeführt. Sie deckt auf, dass in Holzbaubetrieben und Zimmereien die Unfallhäufigkeit höher ist als bei anderen Firmen des Bauhaupt- und Nebengewerbes.
Die Sicherheitsexperten der Suva untersuchten 538 Berufsunfälle, die sich im Jahr 2009 in Holzbaubetrieben und Zimmereien ereigneten, deren Mitarbeiter zum Unfallzeitpunkt bei der Suva versichert waren. Holzbauer und Zimmermann verunfallen bei der täglichen Arbeit häufiger als Dachdecker, Baumeister und Schreiner. Erfreulich ist, dass Präventionsbemühungen fruchten, denn zwischen den Jahren 2001 und 2010 hat die Anzahl der Vollbeschäftigten in Holzbaubetrieben und Zimmereien um 38 Prozent zugenommen, während die Anzahl Berufsunfälle lediglich um 17 Prozent angestiegen ist. Aber nicht nur in diesem Fachgebiet, sondern auch in anderen Branchen ist die Tendenz der Unfallhäufigkeit sinkend.
Besondere Vorsicht ist auf Baustellen geboten. Rund zwei Drittel der Holzbauer und Zimmermänner verunfallten genau auf solchen, sogenannten mobilen Arbeitsplätzen. Entscheidend ist auch, bei welcher Arbeit sich die Holzbauer und Zimmermänner verletzten. Wie die Suva herausgefunden hat, geschehen die meisten Unfälle während der «Rüstarbeiten». Somit ist beim Ein- und Auslagern von Material, beim Zuschnitt sowie bei der Vorbereitung von Halbfabrikaten höchste Konzentration gefordert.
Um die Gefahrenquelle zu eruieren, fragte die Suva bei den Unternehmen, in welchen die Verunfallten im Jahr 2009 arbeiteten, bezüglich dem betrieblichen Sicherheitssystem nach. Folgende Unfallursachen wurden von den Arbeitgebern am meisten genannt:
Interessanterweise antworteten einige Unternehmen, dass die Gefährdung, die zum Ereignis geführt hat, den Betrieben bekannt war.
Um sich effizient und seriös für die Sicherheit bei der Arbeit zu engagieren, entwickelt die Suva nachhaltige Präventionsmassnahmen. Diese sollen die Unfallhäufigkeit bei der Arbeit verringern. Hierfür analysiert sie regelmässig Unfälle verschiedenster Branchen. Denn die Sicherheitsspezialisten der Suva müssen die Gefahren der entsprechenden Arbeiten kennen. Dieses Expertenwissen ermöglicht es ihnen, die Betriebe in der Verhütung von Berufsunfällen zu unterstützen und die Unfallhäufigkeit zu senken. So kann nicht nur menschliches Leid verhindert, sondern es können auch Prämien gespart werden.
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