Holzbau Schweiz
27.01.12  |   SHB

Europäische Vereinigung des Holzbaus stärkt ihre Strukturen

Mehr Schlagkraft für den Holzbau in Europa: Die Europäische Vereinigung des Holzbaus (EVH) hat in Garmisch-Partenkirchen D einstimmig eine neue Strategie verabschiedet, die in den kommenden fünf Jahren für wesentlich mehr Einfluss des Holzbaus auf europäischer Ebene sorgen soll.

Die GV der EVH ebnete in Garmisch den Weg, um den Holzbau in Europa vorwärts zu bringen (ganz links: Kommissionsvorsitzender Hans Rupli, Präsident Holzbau Schweiz).

Die GV der EVH ebnete in Garmisch den Weg, um den Holzbau in Europa vorwärts zu bringen (ganz links: Kommissionsvorsitzender Hans Rupli, Präsident Holzbau Schweiz).


Drei Jahre Arbeit stecken in dem Konzept, das der Kommissionsvorsitzende Hans Rupli, Präsident Holzbau Schweiz, und seine Mitstreiter aus Deutschland und Österreich in die Generalversammlung der Europäischen Vereinigung des Holzbaus (EVH) anlässlich des Internationalen Holzbau-Forums Garmisch (IHF 2011) einbrachten. Das Papier hat seit seiner ersten Präsentation vor gut zwei Jahren einige Anpassungen durchlaufen, wurde in den jeweiligen Landesverbänden diskutiert und genau unter die Lupe genommen. Schliesslich sind mit der verbesserten Effektivität der EVH auch höhere Beiträge der einzelnen Landesverbände verbunden. Gut investiertes Geld, davon waren alle Mitgliedsverbände überzeugt. Denn nur wer auf europäischer Ebene mitwirken kann, hat genügend Gestaltungsmöglichkeiten, den Holzbau international weit nach vorne zu bringen. Und langfristig lässt sich mit der verbesserten Kooperation über die Landesgrenzen hinweg sogar Geld sparen. Denn gerade bei Forschungsprojekten gibt es laut Hans Rupli viele Ansätze, Doppelausgaben zu vermeiden. Wenn sich beispielsweise die nationalen Hochschulen bei Forschungsaufträgen abstimmen und austauschen, lassen sich teure Arbeiten zum gleichen Thema an mehreren Universitäten vermeiden. 

 

Im Fokus des kommenden EVH-Engagements stehen künftig:

  • Mitgestaltung des Europäischen Normenwesens
  • politische Interessensvertretung in holzbaurelevanten Bereichen
  • Koordination und Kooperation in Forschung, Entwicklung und Bildung
  • Grenzüberschreitender Informations- und Erfahrungsaustausch.

Für die direkte Mitarbeit in den Europäischen Normengremien benennt und entsendet die EVH Experten in den Bereichen Holzbau (CEN TC 124), Brandschutz (127), Schallschutz (126), Treppenbau (175/WG 5), Eurocode 5 (250/SC 5), Nachhaltigkeit (350) und gefährliche Stoffe (351/Innenraumklima).

Mehr Mitglieder - mehr Einfluss

Die Generalversammlung war sich einig, dass der Beschluss von Garmisch-Partenkirchen auch ganz neue Chancen eröffnet, um mehr Länder als bisher von der EVH-Mitgliedschaft zu überzeugen. Die verlässliche Struktur lässt sich interessierten Landesverbänden rasch vermitteln, und deren Vorteile liegen auf der Hand. Darüber hinaus zeigen sich die Spitzenvertreter der nationalen Zimmererverbände offen für Marktpartner, die sich für den Holzbau engagieren wollen.

 

Der EVH-Aktionsplan für 2012 weist folgende Schwerpunkte auf:

  • Entsendung von EVH-Experten in Europäische Normierungsgremien in den Bereichen Holzbau, Brandschutz, Schallschutz, Treppenbau, Eurocode 5 (EC5), Nachhaltigkeit und gefährliche Stoffe (Innenräume)
  • Start Projekt «praxisgerechte Normierung» (Vorbereitung Eurocode 5, 2. Generation)
  • Arbeit in den Kommissionen gemäss Zielsetzung, mit Schwergewicht Kommission Technik
  • EVH-Organisationsentwicklung: Überarbeitung der Satzung und Erarbeitung eines Entschädigungs- und Spesenreglements
  • Aufnahme neuer Trägerverbände, Markt- und Entwicklungspartner
  • weitere Aktivitäten gemäss Finanzplan und Prioritätensetzung des Präsidiums.

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